„Egotaktik“ für Hochsensible?

„Egotaktisch“ ist nicht gleich egoistisch!

Gibt es das Wort egotaktisch eigentlich? Nein, es ist (m)eine neue Wortkreation für Hochsensible. Nun, wie kam es dazu:

Viele Hochsensible sind sich ihrer eigenen empathischen „Antennen“ gar nicht bewusst. So empfangen sie permanent im Außen Informationen, wie es den anderen geht, welche Schwingungen im Raum sind, etc. Sie sind auf dem Sprung sofort zu unterstützen, wenn es dem Gegenüber nicht gut geht ohne dabei die eigenen Reserven überprüft zu haben. Dies ist meist unbewusst.

Oft entsteht erst im Coaching ein Bewusstsein darüber, wie diese Feinfühligkeit von der anderer abweicht und der Wunsch nach Selbstschutz bzw. Abgrenzung macht sich bemerkbar.

Es fällt den meisten Hochsensiblen sehr schwer „nein“ zu sagen, weil ein nein für sie heißt, nicht empathisch zu sein oder eben egoistisch. Es ist nicht egoistisch den eigenen Standpunkt zu vertreten, sich abzugrenzen und zu überlegen, ob man in der Lage ist Energie nach außen abzugeben. Außerdem lässt sich aus einem „nein“ leichter ein „ja“ machen, als umgekehrt.

Es reicht ein innehalten, den eigenen Akku anzuschauen, ob man das Gewünschte im Moment leisten kann. Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Man kann jederzeit anderen helfen, aber eben erst, wenn man selbst dazu in der Lage ist – oder eben auch gar nicht, wenn man nicht möchte. Da fand ich den Begriff „egotaktisch“ einfach viel passender ; )).

Egotaktisch sein bedeutet sich die eigene Energie bewusst einzuteilen und bewusst abzugeben. – Eben taktisch. Nicht nur dem Gefühl zu folgen, welches ja bei uns Hochsensiblen schnell überhandnimmt, sondern auch dem Verstand mit einzuschalten.

Durch die Einteilung der eigenen Energie hält der eigene „ Akku“ einfach länger und entlädt sich nicht so schnell!

Also, trenn dich von dem Gedanken egoistisch zu sein –  erlaub dir egotaktisch zu sein!

 

Von Herzen

Christina

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